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Altar hat noch viele interessante Fragen zu beantworten

„Da gibt es schon etwas Besonderes in Schneeberg“. So Thomas Pöpper bei einem Vortrag im Kirchgemeindehaus St. Wolfgang vor einem aufmerksamen Publikum, den auch Studenten des ersten Semesters vom Fachbereich Angewandte Kunst (AKS) der Westsächsischen Hochschule Zwickau verfolgten.
Thomas Pöpper ist Professor für Kunst- und Designgeschichte an der AKS. Am 4. Oktober informierte er über die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forums „Cranach im neuen Licht“.
Das Symposium im Juni diesen Jahres sieht er als einen wichtigen Schritt in der kunst- und kulturgeschichtlichen Bewertung des Schneeberger Cranachaltares, denn die internationale kunstgeschichtliche Forschung hatte dieses großen Altar - im Gegensatz zu den anderen Cranach-Altären - nicht zur Verfügung. Selbstlose Retter hatten 1945 bis auf eine Tafel den mehrflügeligen Altar aus der brennenden Kirche retten können. Doch erst im Jahr 1996 konnte der Altar nach einer umfassenden und aufwändigen Restaurierung wieder seiner Bestimmung übergeben werden.
Pöpper informierte episodenhaft über neueste Ergebnisse der internationalen eigenen Forschung zu diesem Retabel, der 1539 bestellt wurde und für den die Schneeberger damals 357 Gulden und drei Groschen bezahlten. „Aus heutiger Sicht ein Schnäppchen“, so Pöpper, der diesen Eintrag im Kassenbuch der Kirchgemeinde gefunden hat.
Er zeigte sich überzeugt, dass die Forschung künftig noch viele interessante Fragen zu beantworten hat
„Cranach im neuen Licht“
Vereinsvorsitzender Thomas Schramm, Pfarrer Frank Meinel und Hans Perry, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg setzen mit einem symbolischen Knopfdruck die neue Beleuchtungsanlage in Betrieb.
Dieses Teilprojekt der Gesamtbeleuchtung für St. Wolfgang wird wesentlich durch Beiträge der Ostdeutsche Sparkassenstiftung und dem Kirchenbauverein Schneeberg mitfinanziert. Der Kirchenbauverein stellt für diese Maßnahme 10.000 € bereit.
Die Lichtinstallation ermöglicht ein exakt auf die jeweilige Stimmung, wie Gottesdienste oder Konzerte, abgestuftes Ausleuchten des Cranach-Altares, was die bisher eingesetzten Strahler nicht erreichen konnten. Davon versprechen sich Experten auch eine größere Ausstrahlung dieses Werkes. Ein Festvortrag von Professor Heinrich Magirius war ein festlicher Auftakt zur wissenschaftlichen Tagung „Cranach im neuem Licht“
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Professor Dr. Thomas Pöpper während seines Vortrages

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